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CARLOS ANDRÉ
 

Podcast 25

Auf eine Zigarre ...
mit Ali Güngörmüs

Zigarrenring Der Fernsehkoch, Restaurantbesitzer und Autor ALI GÜNGÖRMÜS ist in der 25. Folge ihres Szene-Podcasts bei Petra Lindenschmidt zu Gast auf eine CARLOS ANDRÉ COLLECTOR’S CUT N° 2 AMBITION.





Der Gast

Ali GüngörmüsALI GÜNGÖRMÜS wurde am 15. Oktober 1976 auf einem Bauernhof im türkischen Dorf Pageou als eines von sieben Kindern geboren. 1986 zog die Familie nach München, wo Ali seinen Schulabschluss machte und sich zum Koch ausbilden ließ. Kochen wurde seine Leidenschaft. Von Karl Ederers 1-Sterne-Restaurant Glockenbach (1995) über den 2-Sterne-Gourmettempel Tantris in München (1996-98), die Schweizer Stuben in Wertheim (1998), die Käfer-Schenke (1999-2000), das Ederer (2001-2003) und das Lenbach (2003-2005) in München führte ihn sein Weg 2005 zum ersten eigenen Lokal in Hamburg, das Le Canard Nouveau. Schon im darauffolgenden Jahr wurde er mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – als erster und bisher einziger in der Türkei geborener Koch weltweit. 2014 eröffnete er sein Restaurant Pageou in den Münchner Fünf Höfen, wo ein Hauch seiner Kindheit in Ostanatolien den Speiseplan seiner gehobenen mediterran-orientalischen Küche bestimmt.

Fernsehzuschauern ist er bekannt als charismatischer Koch aus ZDF-Sendungen wie Lanz kocht, Die Küchenschlacht und Topfgeldjäger, dem NDR-Format Tipps und Trends, den VOX-Sendungen Grill den Henssler und Kitchen Impossible sowie seit 2019 beim HR-Format Koch’s anders – Hessische Küche neu entdeckt. Ali Güngörmüs schreibt Kochbücher „Meine türkische Küche", „Meine Aromenküche", „Schau in die Sonne, schau in den Tag" und aktuell „Mediterran – 100 kreative Rezepte rund ums Mittelmeer". Im Frühjahr 2021 kommt seine erste Gewürzlinie bei Ankerkraut auf den Markt.



Die Gastgeberin

Petra Lindenschmidt im Podcast mit Ali GüngörmüsPETRA LINDENSCHMIDT, seit 2017 Vice President der Arnold André Dominicana S.R.L., ist dem Bünder Traditionsunternehmen seit 1993 verbunden. Sie hat dessen Einführung in das Longfiller-Segment als Distributionspartner diverser Longfiller-Hersteller im Jahre 1996 führend mitgestaltet und war später verantwortlich für alle Marken der Oettinger Davidoff AG auf dem deutschen Markt.

Mit der Premium-Marke CARLOS ANDRÉ hat sie die Vision des Firmeninhabers Axel-Georg André umgesetzt und eine moderne, innovative Marke mit zeitgenössischem Esprit und individuellem Zigarrencharakter geschaffen. Die an Kunst, Literatur und Geschichte interessierte Rheinländerin ist vom Thema Tabak und Zigarre seit langem begeistert. Für sie gehören Zigarrenraucher zu den stillen Genießern, die genau wissen, was sie wollen – ob in Kunst und Kultur oder in Wissenschaft und Politik. Das wird in ihrem Podcast „Auf eine Zigarre ...", in dem sie mit prominenten Persönlichkeiten über diverse Facetten des Lebens plaudert, eindrucksvoll bewiesen.


Podcast-Auszüge zum Nachlesen:

NA DANN: AUF EINE COLLECTOR’S CUT N° 2 AMBITION, LIEBER ALI GÜNGÖRMÜS.

Was empfinden Sie beim Rauchen einer Zigarre?

Ali Güngörmüs: Wenn ich mich entspannen will, rauche ich eine Zigarre. Wenn ich runterkommen will, wenn ich einen stressigen Tag hatte und bei mir auf dem Balkon eine Zigarre anzünde und einen schönen alten Rum dazu trinke, das ist für mich einfach mal den ganzen Stress abbauen und vergessen - das ist für mich Zigarre rauchen.

Bei welcher Gelegenheit rauchen Sie eine Zigarre?

AG: Eine Zigarre rauche ich entweder wenn ich alleine bin oder wenn ich mit Freunden unterwegs bin bzw. mit Freunden einen schönen Abend hatte – zum Abschluss gehört einfach eine schöne Zigarre. Das kann aber auch zum Beispiel an einem Sonntag sein. Sonntags brunchen und dann am Nachmittag, um 14.00 oder 15.00 Uhr, eine Zigarre anzünden und diese dann mit einem guten Kumpel oder ein paar Freunden rauchen. Das mache ich oft. Es gibt zum Beispiel hier ein Restaurant Pardi, mit dessen Inhaber, Rick Celik, ich befreundet bin. Und wenn ich bei ihm frühstücken war, setzen wir uns anschließend hin und rauchen eine Zigarre und unterhalten uns einfach.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Zigarre?

AG: Ja, sehr gut sogar. Das war 1995 im Restaurant Glockenbach bei Karl Ederer. Karl Ederer ist ja ein Koch oder Kollege, damals mein Chef, der eigentlich jeden Tag eine Zigarre raucht. Und da habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Zigarre von ihm bekommen und habe geraucht. Ich muss ehrlich sagen, es war für mich natürlich neu. Ich hab’ den Rauch am Anfang eingezogen – bis ich dann mal aufgeklärt worden bin. Und er hat mir auch gezeigt, wie man eigentlich mit einer Zigarre umgeht.

Was ist Ihre nachhaltigste Erinnerung mit einer Zigarre?

AG: Damals im Lenbach hatten wir einen kubanischen Abend. Und da war ein Herr, ein alter Mann sozusagen, der hat dort kubanische Zigarren selber gerollt. Er hat Tabak dabei gehabt – ich habe auch zum ersten Mal Zigarrentabak gesehen – und den hat er mit einer Präzision, mit einer Perfektheit gedreht, da habe ich auch eine genommen und habe geraucht. Ich habe eine Zigarre immer als Zigarre gesehen, also ganz normal in den Laden gehen und einkaufen, aber bei ihm war das nicht nur einfach eine Zigarre, sondern es war ein Kunstwerk. Auch allein schon wie der Raum nach Tabak gerochen hat. Die Blätter richtig groß, die hat er genommen und die kleinen Teile innen eingearbeitet und die großen außen, dann nochmal außen und dann hat er zwischendurch abgelegt – das war für mich neu und das hat mich echt sehr beeindruckt.

Was trinken Sie zu einer Zigarre?

AG: Ich trinke zu einer Zigarre am liebsten Rum. Ich habe mir letztens einen Rum gekauft aus Panama, der ist 25 Jahre alt, im Eichenfass gereift und der ist super. Der ist so rund und perfekt. Den trinke ich immer, wenn ich eine Zigarre rauche.

Was gehört bei Ihnen zum Genuss?

AG: Alles, was im Leben Spaß macht, hat mit Genuss zu tun. Das ist eine Zigarre, das ist gutes Essen, das ist ein guter Wein, das ist ein toller Digestif. Da gehört vielleicht auch eine schöne Frau dazu, das muss man ja auch dazu sagen. Alles.

...

Mit wem würden Sie denn gerne eine Zigarrenlänge verbringen?

AG: Mit Angelina Jolie. Ich finde sie toll – als Mensch und als Schauspielerin sowieso. Aber auch so. Sozial engagiert sie sich sehr und setzt sich für schwache Menschen ein. Arbeitet auch für die UNESCO und ist da die Botschafterin. Und ist auch eine sehr attraktive Dame – das muss man auch dazu sagen.

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Was sind Ihre aktuellen Projekte?

AG: Erstmal ist das neue Kochbuch erschienen „Mediterran“, das ist seit ein paar Wochen auf dem Markt. Dann wird es bald eine Gewürzlinie von mir geben, sechs verschiedene Gewürzmischungen. Und dann eben hoffen, dass irgendwann natürlich die Restaurants wieder öffnen dürfen. Ich möchte mal wieder anfangen, ich möchte wieder kreativ sein. Ich möchte wieder auf den Großmarkt gehen, einkaufen. Ich möchte wieder mal, dass hier im Restaurant einfach wieder Leben ist. Das fehlt mir, mir fehlen auch die Gäste.

Haben Sie zum Schluss für uns einen Genusstipp fürs Leben?

AG: Wir versuchen, alles schlecht zu reden, und dabei ist nicht alles so schlecht hier in Deutschland. Es ist ein tolles Land, es ist ein wunderbares Land. Wir haben tolle Menschen hier. Und einfach mit Spaß durchs Leben gehen, dann ist das Leben auch leichter.

Lieber Ali Güngörmüs, herzlichen Dank für das kurzweilige Gespräch und für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben.

AG: Gerne.