Zigarren und Zigarillos
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CARLOS ANDRÉ
 

Podcast 24

Auf eine Zigarre ...
mit Guntbert Warns

Zigarrenring In der 24. Folge des Szene-Podcasts empfängt Petra Lindenschmidt den Schauspieler, Regisseur, Autor und Intendanten des Berliner Renaissance Theaters GUNTBERT WARNS auf eine CARLOS ANDRÉ CAST OFF.





Der Gast

Guntbert WarnsNach dem Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover begann der 1959 in Wetter/Ruhr geborene Schauspieler und Regisseur GUNTBERT WARNS seine Theaterlaufbahn am Berliner Grips Theater. Es folgten in Berlin die Freie Volksbühne, das Schillertheater, die Komische Oper, in Hamburg das Thalia Theater, später u.a. die Oper Basel. Mit Jérôme Savary entstanden am Schillertheater D’Artagnan und die drei Musketiere sowie am Thalia Theater Mutter Courage und bei den Hersfelder Festspielen Cyrano de Bergerac – für diese Inszenierung bekam er den Preis als bester Schauspieler. 1990 war Wams Mitbegründer des Berliner Kabarett Die Bastarde. Seit 1984 spielte er in deutschen und internationalen Kinoproduktionen wie The Holcroft Covenant, Der Passagier – Welcome to Germany, Valerie und Die Vermessung der Welt.

Viele Fernsehrollen folgten: Er war im Ensemble der Serie Die Straßen von Berlin (1995-2000) und spielte diverse Episodenhauptrollen, u.a. im Tatort, Meine schönsten Jahre, dem Sechsteiler Der Clan der Anna Voss und in Der letzte Bulle. Im Renaissance-Theater spielte er u.a. in Der letzte Vorhang, in Konstellationen und dem preisgekrönten Erfolgsmusical Ewig Jung. Er inszenierte u.a. Von hinten durch die Brust ins Auge und Der nackte Wahnsinn. Seine Inszenierung von Der Vater war für den Friedrich-Luft-Preis 2016 nominiert. Tanke Sehnsucht war sein Erstlingswerk, in Ko-Autorenschaft mit Antoine Uitdehaag. Seit August 2020 ist er Intendant des Renaissance-Theaters. Guntbert Wams lebt mit seiner Familie in Berlin.



Die Gastgeberin

Petra Lindenschmidt im Podcast mit Guntbert WarnsPETRA LINDENSCHMIDT, seit 2017 Vice President der Arnold André Dominicana S.R.L., ist dem Bünder Traditionsunternehmen seit 1993 verbunden. Sie hat dessen Einführung in das Longfiller-Segment als Distributionspartner diverser Longfiller-Hersteller im Jahre 1996 führend mitgestaltet und war später verantwortlich für alle Marken der Oettinger Davidoff AG auf dem deutschen Markt.

Mit der Premium-Marke CARLOS ANDRÉ hat sie die Vision des Firmeninhabers Axel-Georg André umgesetzt und eine moderne, innovative Marke mit zeitgenössischem Esprit und individuellem Zigarrencharakter geschaffen. Die an Kunst, Literatur und Geschichte interessierte Rheinländerin ist vom Thema Tabak und Zigarre seit langem begeistert. Für sie gehören Zigarrenraucher zu den stillen Genießern, die genau wissen, was sie wollen – ob in Kunst und Kultur oder in Wissenschaft und Politik. Das wird in ihrem Podcast „Auf eine Zigarre ...“, in dem sie mit prominenten Persönlichkeiten über diverse Facetten des Lebens plaudert, eindrucksvoll bewiesen.


Podcast-Auszüge zum Nachlesen:

NA DANN: AUF EINE CAST OFF-ZIGARRE, LIEBER GUNTBERT WARNS.

Was empfinden Sie beim Rauchen einer Zigarre?

Guntbert Warns: Also der Geruch einer Zigarre ist für mich eigentlich Synonym für „in Holz zu sitzen, mit Büchern“ – ich weiß auch nicht warum – es ist für mich „das Gefühl in einer Bibliothek zu sein“ – obwohl wahrscheinlich weltweit jede Bibliothek verboten hat, dass man da raucht.

Bei welcher Gelegenheit rauchen Sie eine Zigarre?

GW: Eigentlich nach einem guten Essen.

Rauchen Sie lieber alleine oder in Gesellschaft?

GW: In Gesellschaft – weil ich eigentlich fast alles lieber in Gesellschaft mache.

Mit wem würden Sie gerne eine Zigarrenlänge verbringen?

GW: Mit jedem wirklich guten Freund.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Zigarre?

GW: Das muss tatsächlich in den 1970er Jahren gewesen sein. Wir zogen in der Kleinstadt, in der ich zur Schule ging, von dem einen Ende der Stadt zum anderen in ein tolles, wunderschönes, altes Haus. Und in dem Haus wohnte noch ein altes Ehepaar und der alte Herr war Zigarrenraucher – das ganze Haus roch nach Zigarre. Als sie dann auszogen, habe ich hinterm Haus in einer Ecke, einer ganz schattigen Ecke, einen Berg von Zigarrenstummeln gefunden, der seinesgleichen sucht. Also, das war wirklich ein halber Meter hoher Berg nur Zigarrenstummel – allerdings mit so einer Plastikspitze dran, das war nicht normal – die er scheinbar immer aus dem gleichen Fenster, an dem er Zigarre geraucht hat, einfach rausgeworfen hat. Das hat mich sehr fasziniert. Und da habe ich tatsächlich auch das erste Mal an einer Zigarre gezogen.

Was ist Ihre nachhaltigste Erinnerung mit einer Zigarre?

GW: Mein Regisseur Jérôme Savary, mit dem ich einige Produktionen gemacht habe, den ich sehr geliebt habe, verehrt habe, weil er ein großartiger Regisseur aber auch ein großartiger Mensch war. Er war, wie ich finde, die Inkarnation eines Lebemannes. Und er saß auch beim Inszenieren immer mit einer Zigarre in der Hand. Das ist für mich so ein Bild.

Was trinken Sie zu einer Zigarre?

GW: Ich bevorzuge tatsächlich einen Rotwein.

Was gehört bei Ihnen zum Genuss?

GW: Ruhe, der Kopf und der Bauch.

...

Was sind Ihre aktuellen Projekte?

GW: Das Renaissance-Theater in Berlin, mein Theater, das ich im Moment als Intendant führe, tatsächlich durch diese Krise zu führen in einer Form, dass es trotz des Lockdowns lebendig bleibt. Und dass wir in der Lage sind, in dem Moment, in dem es wieder losgeht, auch wirklich loslegen zu können. Den Schauspielern, deren Tourneen gerade absolut alle ins Wasser fallen, irgendeine Möglichkeit zum Überleben zu bieten. Also ich habe, glaube ich, gerade so viele Projekte – das würde den Rahmen sprengen, wenn ich die alle benennen müsste.

Und zum Schluss: Haben Sie für uns einen Genusstipp fürs Leben?

GW: In der jetzigen Zeit müssen wir den Moment genießen. Für alles andere gibt es keine Garantie. Das heißt aber nicht, dass man deswegen unvorsichtig sein oder deswegen radikal nur an sich denken sollte. Trotzdem: Carpe diem.

Herzlichen Dank, lieber Guntbert Warns, für das sehr interessante Gespräch, für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben und für die beiden Karten für Ihr Renaissance-Theater, die Sie, liebe Zuhörer, bei unserem dritten Podcast-Gewinnspiel unter anderem ab heute gewinnen können. Viel Glück!