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CARLOS ANDRÉ
 

Podcast 37

Auf eine Zigarre ...
mit Marc Marshall

Zigarrenring MARC MARSHALL – Sänger, Komponist, Musikproduzent und Moderator – ist in Folge 37 des Szene-Podcasts zu Gast bei Petra Lindenschmidt auf eine CARLOS ANDRÉ AIRBORNE.





Der Gast

Marc MarshallMARC MARSHALL, der Sänger, Komponist, Produzent und Moderator im Bereich Jazz, Klassik und Pop ist 1963 in Baden-Baden geboren. Seiner Heimatstadt hält er bis heute die Treue, holt für Mr. M’s Jazz Club seit 2008 Jazz-Stars wie Curtis Stigers, Nils Landgren, Klaus Doldinger, Till Brönner, Helge Schneider und Patti Austin nach Baden-Baden. Sein Studium als Bariton absolvierte der Badener an der Hochschule für Musik in Karlsruhe und trat als Solist bereits mit Ikonen wie Aretha Franklin oder Andrea Bocelli auf. In Los Angeles studierte er Jazz. Mit seinen Konzertprogrammen entführt der Improvisationskünstler Musikfreunde in die grenzenlose Welt der Musik: von klassischen Perlen über Evergreens, magischen unplugged Interpretationen von aktuellen Charthits bis hin zu Eigenkompositionen und Studioaufnahmen aus seinem persönlichen Repertoire, zu dem auch die Alben „Die perfekte Affäre“ (2015) und „Herzschlag“ (2017) gehören.

Als Sänger, Produzent und strategischer Kopf des Duos Marshall & Alexander feierte der Bariton über 20 Jahre große Erfolge. Zu dieser Schaffensphase zählen: Goldene CDs, 1. Plätze in den Klassik-Charts, unzählige Tourneen und Alben wie „Götterfunken“ (2008), „Paradisum“ (2010), „Freunde“ (2009) und „La Stella“ (2011). Der Vollblut-Entertainer führt Musikstile und Menschen zusammen. Unter dem Titel „Marc Marshalls Welt der Musik“ hat er zusammen mit René Krämer seit März 2020 bis heute über 150 Livekonzerte gestreamt und damit mehrere Millionen Menschen erreicht. Vielseitig sozial engagiert setzt sich der Kosmopolit unermüdlich gegen Rassismus und für hilfsbedürftige Kinder ein.



Die Gastgeberin

Petra Lindenschmidt auf eine Zigarre mit Marc MarshallPETRA LINDENSCHMIDT, seit 2017 Vice President der Arnold André Dominicana S.R.L., ist dem Bünder Traditionsunternehmen seit 1993 verbunden. Sie hat dessen Einführung in das Longfiller-Segment als Distributionspartner diverser Longfiller-Hersteller im Jahre 1996 führend mitgestaltet und war später verantwortlich für alle Marken der Oettinger Davidoff AG auf dem deutschen Markt.

Mit der Premium-Marke CARLOS ANDRÉ hat sie die Vision des Firmeninhabers Axel-Georg André umgesetzt und eine moderne, innovative Marke mit zeitgenössischem Esprit und individuellem Zigarrencharakter geschaffen. Die an Kunst, Literatur und Geschichte interessierte Rheinländerin ist vom Thema Tabak und Zigarre seit langem begeistert. Für sie gehören Zigarrenraucher zu den stillen Genießern, die genau wissen, was sie wollen – ob in Kunst und Kultur oder in Wissenschaft und Politik. Das wird in ihrem Podcast „Auf eine Zigarre ...“, in dem sie mit prominenten Persönlichkeiten über diverse Facetten des Lebens plaudert, eindrucksvoll bewiesen.


Podcast-Auszüge zum Nachlesen:

NA DANN: AUF EINE AIRBORNE-ZIGARRE, LIEBER MARC MARSHALL.

Was empfinden Sie beim Rauchen einer Zigarre?

Marc Marshall: Zigarre ist für mich ein Teil von Freiheit. Ich kann da tatsächlich sofort abschalten und bin nur noch in meiner ganz eigenen Welt und alles um mich herum wird fast wertlos. Und es ist ein großes Glück, dass ich mit dem Medium Zigarre etwas gefunden habe, dass mir in meinem aufregenden Leben tatsächlich Freiheit gibt.

Bei welcher Gelegenheit rauchen Sie eine Zigarre?

MM: Wann immer ich Zeit dazu habe, denn ich brauche Zeit. Ich rauche Zigarre nicht einfach nebenher, sondern ich möchte das auch schon genießen. Am liebsten mache ich das ganz alleine auf der Terrasse mit einem Rum und in letzter Zeit interessanterweise mit mittelalterlicher Musik, wo ich mir dann tatsächlich so meine Marc Marshall-Welt aufbaue. Das ist aber nicht zu oft – leider!

Und bevorzugen Sie dabei ein bestimmtes Format?

MM: Ich mag am liebsten eine Robusto.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Zigarre?

MM: Oh ja, leider erinnere ich mich an meine erste Zigarre. Das ist schon sehr lange her. Mein Vater, der schon immer Zigarre geraucht hat – also Zigaretten waren bei uns ein absolutes No-Go in der Familie, aber Zigarre hat er geraucht – und da war ich junger Vater und wir waren Heiligabend bei uns zu Hause bei den Kindern. Und bei uns in der Wohnung durfte man nicht rauchen, also bin ich mit dem Papa raus und da hat er mir eine Zigarre angeboten. Und ich habe mich, weil es wirklich extrem kalt war, verschluckt und habe dabei einen Lungenzug genommen und damit war Heiligabend und auch der nächste Tag hinüber. Interessanterweise hat es mich aber nicht davon abgehalten, doch anzufangen Zigarre zu rauchen.

Was ist Ihre nachhaltigste Erinnerung mit einer Zigarre?

MM: Ein Erlebnis, das ich mit einem Mann hatte, der ein ausgewiesener Zigarren-Fachmann ist und zwar Harold Faltermeyer. Als wir mit Marshall und Alexander in Baldham bei ihm im Studio angefangen haben Ende der 90er-Jahre zu produzieren, gab es ganz klare Abläufe – Harold ist ein sehr disziplinierter Produzent. Er geht sehr früh ins Studio – also früh heißt dann für die Künstler 9.00 Uhr. Für Sänger jetzt nicht unbedingt eine Zeit, wo man denkt, da fängt man jetzt an, aus voller Brust zu singen. Da war er aber dann schon 3/4 Stunden im Studio und hat alles vorbereitet. Und bei der ersten Session – das werde ich nie vergessen – hatte er dann schon morgens eine Zigarre geraucht und das kam dann noch zu der Uhrzeit erschwerend hinzu. Aber auch daran haben wir uns gewöhnt und im Grunde hat mich Harold in dieser Phase der Produktionszeit noch mehr eingeführt in diese Welt.

Was gehört bei Ihnen zum Genuss?

MM: Genuss ist für mich nicht immer nur mit Positivem verbunden, sondern mit dem Erkennen von Dingen und dann auch zu sagen „Das mag ich jetzt nicht so, da gehe ich lieber auf etwas anderes.“ Und das kann man nur, wenn man Zeit, Ruhe, Bewusstsein und Wahrnehmung auch wirklich schärft – das ist für mich Genuss.

...

Mit wem würden Sie gerne eine Zigarrenlänge verbringen?

MM: Da ich erst vor kurzem wieder etwas gehört habe über Ernest Hemingway, mit dem man mich, seit ich einen Bart habe, ab und zu mal verwechselt hat, denke ich, es wäre einmal sehr interessant, mit so einem Menschen, der eine sehr interessente Phase des 20sten-Jahrhunderts als Journalist erlebt hat und dann als erfolgreicher Autor, der in verschiedenen Kulturen gelebt hat und der mit Sicherheit eine ganz, ganz differenzierte Sicht auf die Dinge dieser Welt hat – mit dem würde ich mich gerne heute unterhalten über das, was heute ist.

...

Was sind Ihre aktuellen Projekte?

MM: Ich habe ein Dauerprojekt seit dem 16. März 2020: ich hatte gerade noch einmal eine Veranstaltung meines Jazz-Festivals Mr. M’s Jazz Club Baden-Baden machen können am 12. März 2020, am 13. März wurde schon gestreamt und ab 16. März habe ich dann Marc Marshalls Welt der Musik erfunden sozusagen und habe seither über 150 Live-Streams gemacht, was ich weiterhin tue. Ich habe vor über 50 Alten- und Pflegeeinrichtungen gesungen, was ich weiter tun werde. Und ansonsten harre ich der Dinge, also ich bin immer an einem neuen Projekt dran, aber immer mit dem Wissen, dass es nicht stattfinden könnte.

Haben Sie zum Schluss für uns einen Genusstipp fürs Leben?

MM: Einen ganz einfachen: Ich empfehle, dass man sich nicht zumüllen lässt von zu vielen Sprüchen, nicht für jeden Tag einen Spruch. Wenn man einen guten hat, das genügt. Wenn man den jeden Tag rausholt und sich vielleicht den zum Lebensmotto macht und jeden Morgen vielleicht mit einem Lächeln den Tag beginnt und wenn man jemanden neben sich liegen hat, diese Person anlächelt und einfach sich freut, dass man am leben ist.

Lieber Marc Marshall, herzlichen Dank für das emotionale und offene Gespräch und die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben.

MM: Danke auch.