Zigarren und Zigarillos
sind Genussmittel für Erwachsene.

Für die Benutzung dieser Website müssen
Sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.
Bitte geben Sie Ihr Alter an:

Mit dem Abschicken erkennen Sie unsere Datenschutz- und Cookie-Erklärung und dem Tracking mittels Google Analytics an. Eine Deaktivierung von Google Analytics ist in unserer Datenschutzerklärung jederzeit möglich. Hier gelangen Sie zum Impressum.

CARLOS ANDRÉ
 

Podcast 21

Auf eine Zigarre ...
mit Michael Mendl

Zigarrenring Begrüßen darf Petra Lindenschmidt in der 21. Folge ihres Szene-Podcasts den Schauspieler, Sänger und Publikumsliebling MICHAEL MENDL auf eine CARLOS ANDRÉ COLLECTOR’S CUT N° 2 AMBITION.





Der Gast

Michael MendlMICHAEL MENDL zählt zu den gefragtesten Darstellern im deutschsprachigen Raum, seine Charakterstudien haben über 200 Film- und Fernsehproduktionen geprägt. Nach seiner Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste war der am 20. April 1944 in Lünen geborene Schauspieler lange Zeit am Theater engagiert, u.a. in Darmstadt, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg und München. Erst mit 45 Jahren entdeckten ihn Film und Fernsehen. 1989 spielte er seine erste Hauptrolle im Ludwigshafener Tatort Die Neue.

Sein Kinofilmdebüt hatte Mendl in Leise Schatten, der 1992 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde. Für 14 Tage lebenslänglich bekam er 1997 den Deutschen Filmpreis und 1998 den Bayerischen Filmpreis, für seine Rolle als Willy Brandt in Im Schatten der Macht (2004) die Goldene Kamera, für Der Besuch der alten Dame den Jupiter Award (2009). Kinofilme wie Kleine Haie (1992), Schlafes Bruder (1995), Soweit die Füße tragen (2001), Der Untergang (2004), Barfuss (2005) und Fritz Lang (2016) oder TV-Produktionen wie Das Schwein – Eine deutsche Karriere (1995), Andrea und Marie (1998), Deutschlandspiel (2000), Kelly Bastian – die Geschichte einer Hoffnung (2001), Karol Wojtyla – Die Geheimnisse eines Papstes (2006), Die Gustloff (2008), Der Besuch der alten Dame (2008), Die Holzbaronin (2012), Krokodil (2013), die Netflix-Serie Dark (2016-19) und Die Toten von Marnow (2019) gehören zu seinem künstlerischen Schaffen genauso wie Lesungen, Hörbücher, Synchron, Musik und sein eigenes Theaterfestival in Zeitz (seit 2019). Sozial engagiert sich der dreifache Vater u.a. für „Faszination Regenwald“ und „Gegen Noma-Parmed“.


Die Gastgeberin

Petra Lindenschmidt im Podcast mit Michael MendlPETRA LINDENSCHMIDT, seit 2017 Vice President der Arnold André Dominicana S.R.L., ist dem Bünder Traditionsunternehmen seit 1993 verbunden. Sie hat dessen Einführung in das Longfiller-Segment als Distributionspartner diverser Longfiller-Hersteller im Jahre 1996 führend mitgestaltet und war später verantwortlich für alle Marken der Oettinger Davidoff AG auf dem deutschen Markt.

Mit der Premium-Marke CARLOS ANDRÉ hat sie die Vision des Firmeninhabers Axel-Georg André umgesetzt und eine moderne, innovative Marke mit zeitgenössischem Esprit und individuellem Zigarrencharakter geschaffen. Die an Kunst, Literatur und Geschichte interessierte Rheinländerin ist vom Thema Tabak und Zigarre seit langem begeistert. Für sie gehören Zigarrenraucher zu den stillen Genießern, die genau wissen, was sie wollen – ob in Kunst und Kultur oder in Wissenschaft und Politik. Das wird in ihrem Podcast „Auf eine Zigarre ...“, in dem sie mit prominenten Persönlichkeiten über diverse Facetten des Lebens plaudert, eindrucksvoll bewiesen.


Podcast-Auszüge zum Nachlesen:

NA DANN: AUF EINE COLLECTOR’S CUT AMBITION-ZIGARRE, LIEBER MICHAEL MENDL.

Was empfinden Sie beim Rauchen einer Zigarre?

Michael Mendl: Allein was man zwischen den Fingern hat, gibt einem – ganz unbewusst – das Gefühl von Macht oder von Stärke.

Bei welcher Gelegenheit rauchen Sie gerne eine Zigarre?

MM: Es darf für mich beim Rauchen einer Zigarre nicht en passant sein. Das muss ein Moment sein, den ich mehr oder weniger vorbereite und der meiner Genugtuung, die ich erhoffe, entsprechen muss. Das heißt: Ich versetze mich in die Lage, meiner Zigarre zu sagen „Wir beide verbringen jetzt die nächsten 45 Minuten.“

Rauchen Sie lieber alleine oder in Gesellschaft?

MM: Wenn man es zu zweit tut, was ich auch sehr schön finde, dann ist es ein Ritual. Dann sagt man „Hey, wir zwei ...“ oder vielleicht sogar drei – aber ich glaube, bei dreien wird es schon schwierig – „... wir zwei rauchen jetzt mal eine Zigarre.“ Und das hat nichts mit der Friedenspfeife oder so ähnlichen Dingen zu tun, sondern das ist eine Atmosphäre, die dann verspricht – und das erhofft man sich ja auch – intim zu sein. Das heißt vertrauensvoll, respektvoll, dem anderen zuhören wollen.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Zigarre?

MM: Ich war, glaube ich, 14, als ich die erste Zigarre rauchte. Damals gab es drei Zigaretten – die nannte man Bali – in einer braunen Schachtel. Das waren die billigsten Zigaretten, die man haben konnte und die habe ich von meinem Taschengeld gekauft. Dann habe ich mir gedacht, ich müsste mal was Richtigeres, was Besseres, vielleicht auch ein bisschen Teureres kaufen und hatte irgendwie zwei, drei Zigarillos und dann gedacht „Hm, nee ... eigentlich will ich eine Zigarre“. Mir ging es nach der ersten Zigarre, da ich die natürlich auch auf Lunge qualmte, eigentlich überhaupt nicht gut, aber das habe ich dann irgendwie ganz schnell vergessen.

Was ist Ihre nachhaltigste Erinnerung mit einer Zigarre?

MM: Ich drehte in Kuba einen Film und hatte eine Rolle, in der ich mit einer Kubanerin verheiratet war – das heißt, ich hatte eine Frau. Und diese Schauspielerin rauchte mit mir nach Drehschluss eine Zigarre. Und ich muss Ihnen sagen: Das Bild einer Frau mit einer Montecristo zwischen ihren zarten Fingern und ihren wunderschönen Lippen ... also, wenn ich ein Maler wäre, würde ich das malen wollen.

Was trinken Sie zu einer Zigarre?

MM: Zwei bis neun Espresso.

Was gehört bei Ihnen zum Genuss?

MM: Vor allem Zeit. Das ist das Wichtigste.

...

Mit wem würden Sie gerne eine Zigarrenlänge verbringen?

MM: Ich möchte jetzt einmal etwas Leichtfertiges – oder Freches sogar – sagen: Ich würde gerne mit dem einen oder anderen Politiker, vielleicht Herrn Altmaier, einmal über verschiedene Dinge reden, die meinen Beruf angehen und seine Berufung. Da habe ich Kritik anzusetzen, weil ich ein Meister der Sprache bin – ich bilde mir das einfach ein – und ich glaube, dass viele Politiker einfach so eine Rhetorik in ihrer Ausbildung als Politiker natürlich gelernt haben – genau wie Pfarrer – die haben alle eine Berufssprache und die ist manchmal nicht so, dass man wirklich jemandem vertraut, weil die Worte immer die gleichen sind usw. usw. ... – ich will das nicht erklären, ich mache hier ja keine Volkshochschule – mit denen würde ich gerne mal Tacheles reden.

...

Was sind Ihre aktuellen Projekte?

MM: Wenn dieser Elefant von Pandemie uns in Ruhe lässt und nicht zertrampelt, am Schlosspark Theater in Berlin bei Dieter Hallervorden wieder Theater spielen. Das Stück heißt „Rent a Friend“.

Und zum Schluss: Haben Sie einen Genusstipp fürs Leben?

MM: Genuss ist endlich – er ist nicht unendlich.

Lieber Michael Mendl, vielen Dank für das sehr spannende Gespräch und für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben.

MM: Wie sagt der Hamburger? Da nich’ für!