Zigarren und Zigarillos
sind Genussmittel für Erwachsene.

Für die Benutzung dieser Website müssen
Sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.
Bitte geben Sie Ihr Alter an:

Mit dem Abschicken erkennen Sie unsere Datenschutz- und Cookie-Erklärung und dem Tracking mittels Google Analytics an. Eine Deaktivierung von Google Analytics ist in unserer Datenschutzerklärung jederzeit möglich. Hier gelangen Sie zum Impressum.

CARLOS ANDRÉ
 

Podcast 32

Auf eine Zigarre ...
mit Miroslav Nemec

Zigarrenring Begrüßen darf Petra Lindenschmidt in der 32. Folge ihres Szene-Podcasts den Schauspieler, Musiker und Kriminalroman-Autor MIROSLAV NEMEC auf eine CARLOS ANDRÉ CAST OFF.





Der Gast

Miroslav NemecMIROSLAV NEMEC wurde 1954 in Zagreb geboren und wuchs bei Verwandten in Freilassing auf. Der Schauspieler, Musiker und Autor studierte am Mozarteum in Salzburg Klavier, bevor er die Schauspielakademie Zürich besuchte. Ab 1977 spielte er Theater, u.a. als festes Ensemblemitglied an den Bühnen der Stadt Köln und am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Es folgten Gastrollen u.a. an der Oper Frankfurt und an den Münchner Kammerspielen.

Neben vielen Auftritten in Serien und Fernsehfilmen (ab 1984) spielt er seit 1989 den „Ivo Batic" im Münchner Tatort, für den er mit zahlreichen Preisen wie dem Bayerischen Fernsehpreis (2001/2012) und dem Adolf-Grimme-Preis (2002) ausgezeichnet wurde. Als Autor hat Nemec seine Autobiografie Miroslav – Jugoslav und zwei Krimis geschrieben (Die Toten von der Falkneralm und Kroatisches Roulette), mit denen er immer wieder auf Lesereise geht. Seine musikalisch-literarischen Soloabende „Nemec Platz, bitte!“ sind legendär. In seiner Jugendband „Asphyxia“ und der „Miro Nemec Band“ ist er Sänger, Gitarrist und Keyboarder. Nemec engagiert sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland und gründete 1994 den Förderverein HAND IN HAND für Kriegswaisenkinder in Ex-Jugoslawien. Für sein soziales Engagement erhielt er deshalb unter anderem den Bayerischen Verdienstorden (2011), die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste (2013) und die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber (2017). Miroslav Nemec lebt mit seiner Familie in München.



Die Gastgeberin

Petra Lindenschmidt im Podcast mit Miroslav NemecPETRA LINDENSCHMIDT, seit 2017 Vice President der Arnold André Dominicana S.R.L., ist dem Bünder Traditionsunternehmen seit 1993 verbunden. Sie hat dessen Einführung in das Longfiller-Segment als Distributionspartner diverser Longfiller-Hersteller im Jahre 1996 führend mitgestaltet und war später verantwortlich für alle Marken der Oettinger Davidoff AG auf dem deutschen Markt.

Mit der Premium-Marke CARLOS ANDRÉ hat sie die Vision des Firmeninhabers Axel-Georg André umgesetzt und eine moderne, innovative Marke mit zeitgenössischem Esprit und individuellem Zigarrencharakter geschaffen. Die an Kunst, Literatur und Geschichte interessierte Rheinländerin ist vom Thema Tabak und Zigarre seit langem begeistert. Für sie gehören Zigarrenraucher zu den stillen Genießern, die genau wissen, was sie wollen – ob in Kunst und Kultur oder in Wissenschaft und Politik. Das wird in ihrem Podcast „Auf eine Zigarre ...“, in dem sie mit prominenten Persönlichkeiten über diverse Facetten des Lebens plaudert, eindrucksvoll bewiesen.


Podcast-Auszüge zum Nachlesen:

NA DANN: AUF EINE CAST OFF-ZIGARRE, LIEBER MIROSLAV NEMEC.

Was empfinden Sie beim Rauchen einer Zigarre?

Miroslav Nemec: Beim Rauchen einer Zigarre sollte man nicht hetzen. Früher habe ich Zigaretten geraucht – da hat man irgendwie eine nach der anderen in der Hektik geraucht – und Zigarre ist Entschleunigung.

Bei welcher Gelegenheit rauchen Sie eine Zigarre?

MN: Das ist ein Grund sich hinzusetzen und nachzudenken oder für ein gutes Gespräch. In einem guten Gespräch mit jemand anderem, da ist eine Zigarre auch sehr schön und die Gedanken können treiben und sich formieren.

Rauchen Sie lieber alleine oder in Gesellschaft?

MN: Das ist bei mir wie im Leben – ich bin gesellig und bin gern mit Menschen, bin aber auch gern allein.

Und welches Format würden Sie dann bevorzugen?

MN: Ich glaube, ich bin so ein Raucher für Corona und Robusto.

Was trinken Sie zu einer Zigarre?

MN: Whisky ist natürlich wunderbar, ich bin ein Single Malt-Fan. Und Rotwein geht natürlich auch sehr gut, das mag ich auch gern.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Zigarre?

MN: Ich bin ja aufgewachsen in Freilassing und da hatte ich einen Freund, der war auch ein Gourmet. Und so mit 17, 18 Jahren haben wir im Sommer gearbeitet und Geld verdient und sind dann in gute Lokale gegangen, in Salzburg zum Beispiel – irgendwo in Maria Plain gab es die Pfeffermühle, das war ein besseres Lokal. Und da haben wir uns dann 3, 4, 5 Gänge reingezogen – das hat uns gefallen. Und danach gab es eine Zigarre. Damals durfte man noch drinnen rauchen oder im Sommer draußen auf der Terrasse. Das war so die erste richtige Zigarre mit ungefähr 18 Jahren.

Was ist Ihre nachhaltigste Erinnerung mit einer Zigarre?

MN: Mein Freund Mirko, unser Schlagzeuger damals, und ich haben Schule geschwänzt – das habe ich öfter mal gemacht. Ich war in Freilassing in der Schule und geschwänzt haben wir dann in Bad Reichenhall. Und dann sind wir vormittags um 9 Uhr in so ein Wirtshaus rein – ich weiß nicht mehr wie es hieß – und ich habe mir zum Bier eine Virginia gegönnt. Da haben natürlich auch eine Halbe getrunken – es war zwar früh, aber wir haben uns ja besonders frei gefühlt: Schule schwänzen und Bier und dann diese Virginia. Und dann habe ich einen Kreislaufzusammenbruch bekommen und bin ins Klo, habe mich auf dieses Waschbecken gestützt und im Spiegel war ein weißes Gesicht. Mir war nicht gut, nicht wirklich gut. Ich habe geschnauft, es hat ungefähr 5 Minuten gedauert, bis ich mich wieder hingekriegt habe mit kalten Wasser und das war es dann mit der allerersten Zigarre.

Was gehört bei Ihnen zum Genuss?

MN: Der Genuss ist ja eine positive Sinnesempfindung. Da gibt es ja, historisch gesehen, eine Philosophie und zwar die des lustvollen Lebens von unserem Griechen Epikur. Haben Sie das gewusst? Epikur: positive Sinnesempfindung, lustvolles Leben. Also Lust hat auch mit Genuss zu tun – für mich.

...

Mit wem würden Sie gerne eine Zigarrenlänge verbringen?

MN: Mit Harold Faltermeyer würde ich das sehr gern machen und habe das auch sehr gern gemacht, weil wir ja auch immer schöne Gespräche dabei führen und er das, was ich mag, auch kann: eben das „entschleunigt sein“.

...

Was sind Ihre aktuellen Projekte?

MN: Vier Tatorte werden vorbereitet – ich hoffe wir können sie jetzt drehen, trotz Pandemie. Ich habe zwei Krimis geschrieben und eine Biografie, mit denen ich auch unterwegs bin und sie lese. Die Biografie begleite ich auch musikalisch über die Jahrzehnte und die Krimis lese ich einfach so, mit verteilen Rollen natürlich. Und dann gibt es die Idee, einen dritten Krimi zu machen. Der Dezember ist schon mit 15 Vorstellungen geplant: Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens mit meinem Kollegen Udo Wachtveitl. Und dann gibt es Pläne, immer wieder nach Istrien zu fahren und für die Familie Zeit zu haben, zu kochen, eine Zigarre zu rauchen.

Und zum Schluss: Haben Sie für uns einen Genusstipp fürs Leben?

MN: Nicht zu negativ werden, nicht sich erdrücken lassen von Problemen. Und daran glauben, dass die Zeit, die wir hier verbringen, doch sinnvoll ist.

Lieber Miroslav Nemec, herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch und die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben.

MN: Bitte, gern.