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CARLOS ANDRÉ
 

Podcast 12

Auf eine Zigarre ...
mit Hannes Jaenicke

Zigarrenring In der zwölften Folge ihres Podcasts begrüßt Petra Lindenschmidt den sehr beliebten Schauspieler und Umweltschützer HANNES JAENICKE auf eine CARLOS ANDRÉ COLLECTOR’S CUT N° 2 AMBITION.





Der Gast

Hannes JaenickeHANNES JAENICKE wurde 1960 in Frankfurt am Main geboren und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in den USA, wo er – neben seinem Wohnsitz in Bayern – heute noch lebt. Nach seiner Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien kam der große Durchbruch mit Carl Schenkels Kino-Thriller „Abwärts“. Seitdem brilliert er kontinuierlich, auch international, in den unterschiedlichsten Rollen auf der Bühne, im Kino und im Fernsehen – aktuell in den ARD-Reihen „Amsterdam-Krimi“ und „MariTeam – im Einsatz für die Meere“ (ab 2021). Neben der Schauspielerei engagiert sich Hannes Jaenicke seit vielen Jahren leidenschaftlich für den Erhalt unserer Umwelt und bedrohter Tierarten. Bereits mit 14 trat er Greenpeace als glühender Verfechter bei und hat sich diesen Eifer und unbedingten Willen zur Aufklärung bis heute behalten. Öffentlich bekannt machte er sein großes Lebensthema Nachhaltigkeit, Umwelt- und Tierschutz mit seinen von ihm seit 2008 koproduzierten, mehrfach preisgekrönten und bis heute andauernden Dokumentationen „Im Einsatz für ...“ (ZDF).

In Talkshows bietet der überzeugte Veganer Politikern, Wirtschaftlern und Lobbyisten die Stirn. Auch als Bestsellerautor legt er immer wieder den Finger in die Wunde (Wut allein reicht nicht, Die große Volksverarsche, Wer der Herde folgt sieht nur Ärsche, Aufschrei der Meere). Nach zahlreichen Auszeichnungen für sein Engagement wurde Hannes Jaenicke für seinen unermüdlichen Einsatz im Umweltbereich 2020 die Bayerische Verfassungsmedaille verliehen.


Die Gastgeberin

Petra Lindenschmidt im Podcast mit Hannes JaenickePETRA LINDENSCHMIDT, seit 2017 Vice President der Arnold Andre Dominicana S.R.L., ist dem Bünder Traditionsunternehmen seit 1993 verbunden. Sie hat dessen Einführung in das Longfiller-Segment als Distributionspartner diverser Longfiller-Hersteller im Jahre 1996 führend mitgestaltet und war später verantwortlich für alle Marken der Oettinger Davidoff AG auf dem deutschen Markt.

Mit der Premium-Marke CARLOS ANDRÉ hat sie die Vision des Firmeninhabers Axel-Georg André umgesetzt und eine moderne, innovative Marke mit zeitgenössischem Esprit und individuellem Zigarrencharakter geschaffen. Die an Kunst, Literatur und Geschichte interessierte Rheinländerin ist vom Thema Tabak und Zigarre seit langem begeistert. Für sie gehören Zigarrenraucher zu den stillen Genießern, die genau wissen, was sie wollen – ob in Kunst und Kultur oder in Wissenschaft und Politik. Das wird in ihrem Podcast „Auf eine Zigarre ...“, in dem sie mit prominenten Persönlichkeiten über diverse Facetten des Lebens plaudert, eindrucksvoll bewiesen.


Podcast-Auszüge zum Nachlesen:

NA DANN: AUF EINE COLLECTOR’S CUT AMBITION, LIEBER HANNES JAENICKE.

Was empfinden Sie beim Rauchen einer Zigarre?

Hannes Jaenicke: Eine der seltenen Ruhepausen, die ich mir gönne. Ich bin wahrscheinlich das, was man klassisch einen Workaholic nennt. Ich bin seit 35 Jahren unterwegs, meistens etwa zehn Monate im Jahr, mit wenig Pausen – und wenn ich dann eine habe, dann finde ich eine Flasche Wein und eine gute Zigarre einen echten kleinen Urlaub.

Bei welcher Gelegenheit rauchen Sie eine Zigarre?

HJ: Ich habe das angefangen bei meinem besten Freund, der heißt Alan Greenspan wie der ehemalige Notenbankchef. Das ist ein amerikanischer Filmproduzent, der in London lebt und unter anderem „Donnie Brasco“, „Fever Pitch“ und solche Sachen produziert hat. Und er war immer, seit ich ihn vor 30 Jahren kennengelernt habe, ein begeisterter Zigarrenraucher. Er hat eine richtige Zigarrenkultur. Und er hatte in seinem Büro eine große Ledercouch und ein paar schöne Rums und Cognacs und Wein und immer nach einem Arbeitstag haben wir dann in seinem Büro ein Zigarrchen geraucht. Und so bin ich eigentlich draufgekommen. Das war für ihn einfach so die Abendentspannung - die feiert etwas. Was für manchen Deutschen das Feierabendbier ist, war für Alan immer die Feierabendzigarre.

Rauchen Sie lieber alleine oder in Gesellschaft?

HJ: Lieber in Gesellschaft. Ich rauche zwar gelegentlich auch alleine, also gerade, wenn ich nachts am Schreibtisch sitze und schreibe oder so, dann rauche ich ab und zu auch mal eine - aber eigentlich ist es wirklich etwas, was ich mit meinen Freunden mache.

Was trinken Sie zu einer Zigarre?

HJ: Meine favorisierte Kombi ist entweder Rotwein und Zigarre oder ein richtig guter italienischer Kaffee mit einer Zigarre. Also ich bin auch so ein Kaffeeraucher.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Zigarre?

HJ: Ja, die wurde mir geschenkt von Christoph Ott, damals noch bei Disney Buena Vista im Verleih. Er hat mir bei irgendeiner Filmveranstaltung, bei der man noch öffentlich rauchen durfte – das war in den 1990er Jahren - eine Cohiba geschenkt. Und das fand ich interessant.

Was ist Ihre nachhaltigste Erinnerung mit einer Zigarre?

HJ: Das ist Costa Rica. Da habe ich mit meiner Doku-Crew einen Film gemacht über die Haiflossen-Industrie – da ist Costa Rica leider ein großer Umschlagplatz dank der Chinesen und Taiwanesen, die da ihr Unwesen treiben - und wir sind vorbeigekommen an einer winzigen Zigarren-Manufaktur und da saß eine Familie – Mama, Papa, zwei Kinder – und die machten alles. Die trockneten die Blätter hinter ihrem kleinen Laden – das war so eine kleine Wellblechfabrik, ganz süß. In der Fabrik rollten Mutti und Vati die Zigarren und die Tochter hat sie dann verkauft. Da habe ich erst einmal gesehen, was für eine großartige Handarbeit es ist, eine Zigarre zu rollen, und was für eine Arbeit es ist, die Blätter zu trocknen, und dass das Deckblatt etwas anderes ist als das Tabakblatt. Und ich glaube, regionaler, saisonaler kann man gar nicht konsumieren, weil die Zigarre nicht reisen musste. Die wuchs da quasi schon. Da habe ich mich noch mal so richtig ins Zigarre rauchen verliebt.

Was gehört bei Ihnen zum Genuss?

HJ: Das Leben hat sich auf eine ganz ungesunde Art total beschleunigt und ich halte alles, was entschleunigt, für Luxus.

...

Mit wem würden Sie gerne eine Zigarrenlänge verbringen?

HJ: Mit Al Pacino. Ich weiß zwar nicht, ob er raucht – er hat in Filmen natürlich geraucht – aber ich glaube, da er immer mein großes Vorbild war und mein Lieblingsschauspieler, würde ich gerne mit Al Pacino ein Zigarrchen schmauchen.

Und welches Format würden Sie dann rauchen?

HJ: Also ich rauche gerne kleine Torpedos. Die richtig großen Stumpen sind nicht so mein Ding, dazu habe ich, glaube ich, auch einfach zu kleine Hände. Ich habe kleine Hände, weil ich die von meiner Mutter geerbt habe. Und ich mag die Corona-Formate.

Was sind Ihre aktuellen Projekte?

HJ: Also ich habe dieses Jahr als Schauspieler keinen einzigen Drehtag gehabt – coronabedingt. Dafür habe ich zwei Dokus gedreht: eine ganz, ganz kleine für n-tv über Costa Rica mit dem Hintergrund und der Frage, warum Costa Rica als erstes Land der Erde 2021 CO2-neutral wird und es schafft, 99,4% seines Stroms aus regenerativen Energien zu produzieren. Warum die und nicht wir? Und ich habe eine weitere Folge meiner ZDF-Reihe „Im Einsatz für ...“ gemacht. Der neue Film heißt „Im Einsatz für den Wolf“. Vor Weihnachten fangen wir an zu schneiden, machen ihn dann fertig bis Ende Februar. Er läuft vermutlich im Frühjahr 2021. Da geht es einmal um die Tatsache, dass Deutschland im Februar 2020 den Abschuss von Wölfen, die eigentlich unter EU-Gesetz strengstens geschützt sind, wieder genehmigt hat unter gewissen Bedingungen. Und die Frage des Films ist eigentlich: Wieviel Wildnis verträgt Deutschland? Oder: Wieviel Wildnis will Deutschland, das ja so hundefreundlich und so tierfreundlich ist? Und ansonsten habe ich einen Film gemacht auf Mauritius letztes Jahr. Das war ein Pilot für eine ARD-Reihe. Er hieß im Arbeitstitel „MariTeam“ - ich weiß aber leider noch nicht, wie er heißen wird. Er soll Anfang Mai 2021 laufen. Und dann werde ich, wenn Corona es erlaubt, hoffentlich im Frühjahr zwei neue „Amsterdam-Krimis“ drehen.

Und zum Schluss: Haben Sie für uns einen Genusstipp fürs Leben?

HJ: Für mich persönlich ist der größte Genuss, in der Natur zu sein. Und es gibt diesen schönen Satz: „Natur ist die beste Heilanstalt der Welt.“

Lieber Hannes Jaenicke, wir bedanken uns für das sehr aufschlussreiche Gespräch. Wir wünschen Ihnen und unseren Zuhörern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen hoffnungsvollen und gesunden Start ins neue Jahr.

HJ: Ich wünsche allen einfach mal „Gesunde Weihnachten“ und ein möglichst fröhliches 2021, in dem wir auch lernen, dass Rücksicht unbezahlbar ist. Ich denke, die Zahlen, die wieder so nach oben geschnellt sind im letzten Monat, haben auch damit zu tun, dass es zu viele Menschen gibt, denen es egal war, ob sie andere anstecken oder nicht. Und ich glaube, wenn wir alle ein bisschen vorsichtig sind und Rücksicht nehmen und mit Respekt vor dem Virus und den Mitmenschen leben, dann kriegen wir diesen Virus auch in den Griff.