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CARLOS ANDRÉ
 

Podcast 36

Auf eine Zigarre ...
mit Jochen Busse

Zigarrenring In Ihrem Szene-Podcast darf Petra Lindenschmidt dieses Mal den Schauspieler, Autor, Kabarettist und Moderator JOCHEN BUSSE auf eine CARLOS ANDRÉ CAST OFF begrüßen.





Der Gast

Jochen BusseJOCHEN BUSSE wurde 1941 in Iserlohn im Sauerland geboren. Das Kabarett-Urgestein steht seit über 54 Jahren auf der Bühne. Sein Debüt gab der Schauspieler mit 19 an den Münchner Kammerspielen. Es folgten unzählige Theater-, Film- und Fernsehrollen sowie Hörspiele. 15 Jahre gehörte Jochen Busse zum Ensemble und Autorenteam der Münchner Lach- und Schießgesellschaft (1976-1991). Zehn Jahre (1996-2006) moderierte er für RTL 7 Tage, 7 Köpfe und erhielt dafür den Sonderpreis für Popularität und Ausdauer in Form des Deutschen Comedypreises (2004). Parallel wirkte er in 86 Folgen der RTL-Serie Das Amt mit und erhielt bereits 2000 den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

Jochen Busse bezeichnet seine Kabarettprogramme und Bühnenauftritte mittlerweile als Hobbys: u.a. zwei Programme mit Henning Venske, bedacht mit dem Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zum Deutschen Kleinkunstpreis (2010) und dem Bayerischen Kabarettpreis (2012) sowie der „Tegtmeier-Kappe“ der Stadt Herne. Danach stand er mit Komödien von Dietmar Jacobs und Lars Albaum auf der Bühne: u.a. in Einmal nicht aufgepasst, Das Andalusische Mirakel (Merkur-Theaterpreis 2007) und In jeder Beziehung. Mit Der Pantoffel-Panther stand er an die 600 Mal auf Deutschlands Boulevard-Bühnen (2016-2018). Bei Achtung Deutsch (2014, ausgezeichnet mit dem „Monica Bleibtreu Preis“) führte er Regie. Nach dem Ende seiner Tour mit seinem Solo-Programm „Wie komm ich jetzt darauf?“ (2014) widmet er sich ausschließlich dem Theater, zurzeit (und mit Terminen bis 2022) mit der Erfolgskomödie Komplexe Väter. Jochen Busse lebt in Düsseldorf.



Die Gastgeberin

Petra Lindenschmidt im Podcast mit Jochen BussePETRA LINDENSCHMIDT, seit 2017 Vice President der Arnold André Dominicana S.R.L., ist dem Bünder Traditionsunternehmen seit 1993 verbunden. Sie hat dessen Einführung in das Longfiller-Segment als Distributionspartner diverser Longfiller-Hersteller im Jahre 1996 führend mitgestaltet und war später verantwortlich für alle Marken der Oettinger Davidoff AG auf dem deutschen Markt.

Mit der Premium-Marke CARLOS ANDRÉ hat sie die Vision des Firmeninhabers Axel-Georg André umgesetzt und eine moderne, innovative Marke mit zeitgenössischem Esprit und individuellem Zigarrencharakter geschaffen. Die an Kunst, Literatur und Geschichte interessierte Rheinländerin ist vom Thema Tabak und Zigarre seit langem begeistert. Für sie gehören Zigarrenraucher zu den stillen Genießern, die genau wissen, was sie wollen – ob in Kunst und Kultur oder in Wissenschaft und Politik. Das wird in ihrem Podcast „Auf eine Zigarre ...“, in dem sie mit prominenten Persönlichkeiten über diverse Facetten des Lebens plaudert, eindrucksvoll bewiesen.


Podcast-Auszüge zum Nachlesen:

NA DANN: AUF EINE CAST OFF-ZIGARRE, LIEBER JOCHEN BUSSE.

Was empfinden Sie beim Rauchen einer Zigarre?

Jochen Busse: Mein Vater war Zigarrenraucher, besonders in seinem Freundeskreis. Darum habe ich mich auch erkundigt, ob man heute noch die Banderole dranlässt oder nicht. Ich erinnere mich, dass die erste Amtshandlung war, wenn die Zigarre angeschnitten war – damals war es ein Zigarrenschneider, der eine Kerbe formte – sie mit einem sehr großen Streichholz ganz langsam vorne anzurösten. Und wenn die Glut dann da war, dann zog er das erste Mal. Und das, was mich am meisten interessiert hat, war: Wie schaffen wir die Ringe? Und ich habe das geübt. Ich kann heute noch, wenn ich eine Zigarre rauche, mich hinsetzen und diese Ringe formen. Und manchmal gelingt es mir sogar, dass der eine Ring durch den anderen geht.

Bei welcher Gelegenheit rauchen Sie eine Zigarre?

JB: Selten inzwischen, aber wenn, dann an hohen Feiertagen. Diese hohen Feiertage werden aber von mir bestimmt – ich sage: Heute ist ein hoher Feiertag und dann rauche ich eine Zigarre.

Rauchen Sie lieber alleine oder in Gesellschaft?

JB: Eigentlich lieber in Gesellschaft. Diese Gemütlichkeit, das ist ja für mich als Sauerländer ein besonderer Begriff „Gemütlichkeit“ – der Rheinländer hat das ja auch „et is jemötlich“. Willy Millowitsch hat immer gesagt „et is jemötlich“, nach der Vorstellung, wenn er dann mit uns zusammensaß „is et nich jemötlich?“ Und dieses Gemütlichkeitsbewusstsein, das ist schon sehr mit Zigarren verbunden.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Zigarre?

JB: Ja, ganz genau. Meine erste Zigarre war mit 16 Jahren. Da spielte ich auf der Waldbühne in Melle in einem Stück von Kästner einen Butler – das Stück hieß „Verwandte sind auch Menschen“ – und dieser Butler rauchte dann mit der Familie am Schluss eine Zigarre, nachdem er enthüllt hatte, dass er nicht der Butler ist, sondern der eigentliche Erbonkel, der nur vorher die Verwandten testen wollte. Ich war nicht so sehr aufgeregt wegen des Textes, aber ich war aufgeregt wegen der Zigarre.

Was trinken Sie zu einer Zigarre?

JB: Am liebsten Bier.

Was gehört bei Ihnen zum Genuss?

JB: Man hat ja schon Genuss, wenn nichts weh tut.

...

Mit wem würden Sie denn gerne eine Zigarrenlänge verbringen?

JB: Oh, das ist mir egal – Hauptsache, es ist ein gescheiter Mensch. Es darf auch eine Frau sein.

...

Was sind Ihre aktuellen Projekte?

JB: Ich weiß und es deutet sich an, dass wir das Stück, das der Robby Heinersdorff geschrieben hat und das wir schon vor zwei Jahren uraufgeführt haben mit ziemlichen Erfolg “Komplexe Väter“, dass ich das weiterspiele und das die nächsten zwei bis ins dritte Jahr. Und das ist gut, ich habe das gerne. Ich gehöre zu den wenigen Mimen, die jeden Abend wahnsinnig gerne das gleiche machen, damit es nicht das gleiche wird, auf jeden Fall nicht dasselbe.

Haben Sie zum Schluss für uns einen Genusstipp fürs Leben?

JB: Sich auf das einlassen, was gerade ist. Sich selbst nicht zu stressen – das kann man, das ist ohne weiteres möglich. Es gibt eine Form von Gelassenheit wie das Wesen des Yogas: Du strengst dich an, aber du kannst dich auch in der Anstrengung lösen. Lass dich gehen, aber bleibe bei dir.

Lieber Jochen Busse, herzlichen Dank für das sehr angenehme und offene Gespräch und für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben.

JB: Ich habe das sehr gerne gemacht.